Fragen und Antworten


Stichwort Brennwert-Technik:
Wussten Sie, dass es eine Technologie gibt, die besonders energiesparend ist, indem sogar die Wärme aus den Abgasen genutzt wird?
Tipp: Setzen Sie auf Brennwerttechnik!
Mit der Gas- und Öl-Brennwerttechnik wird auch die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Energie genutzt, die anderenfalls über den Rauchfang entweicht. In den meisten Fällen sind Veränderungen am Rauchfang vorzunehmen. Die Rauchfänge müssen nämlich aufgrund der geringeren Abgastemperaturen (50-60°C) korrosionsfest und feuchtigkeitsunempfindlich sein, weil sich saures Kondensat bildet. Die volle Brennwertnutzung setzt erst bei niedrigeren Abgastemperaturen ein. Daher ist die Heizwärmeverteilung auf niedrige Temperaturen auszulegen (unter 70°C Vorlauf / 50°C Rücklauf). Optimal für die Brennwertnutzung sind 40°C/30°C (z.B. Fußbodenheizung).

Stichwort Heizwerttechnik:
Als Heizwert bezeichnet man die Wärmemenge, die bei einer Verbrennung maximal genutzt werden kann, ohne dass es zu einer Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes kommt. Bezugnehmend auf die Menge des eingesetzten Brennstoffes. Wodurch der Brennwert immer größer als der Heizwert ist.

Stichwort Vorbefund:
Wussten Sie, dass Sie bei jeder Änderung der Feuerstätte einen positiven Vorbefund des Rauchfangkehrers benötigen?
Tipp: Lassen Sie sich vor dem Kauf eines neuen Heizgerätes vom zuständigen Rauchfangkehrer ein schriftliches Gutachten (Vorbefund) erstellen. Dieser Vorbefund ist dem Installateur vor der Installation des neuen Heizgerätes zu zeigen. Das gilt auch beim Tausch der alten Kombitherme. Brennwertgeräte stellen z.B. höhere Ansprüchen an die alte Bausubstanz der Rauchfänge.

Stichwort Endbefund:
Wussten Sie, dass der Wiener Rauchfangkehrer einen Endbefund zu erstellen hat?
Tipp: Nach erfolgter Montage und Inbetriebnahme müssen Sie vom Rauchfangkehrer einen Endbefund vornehmen lassen. In Ihrem Interesse begutachtet er die ordnungsgemäße und auflagengerechte Montage des Wärmeerzeugers.
Seit 1. Februar 2010 wird bei Gasgeräten, deren Verbrennungsraum gegenüber dem Aufstellungsraum offen ist, auch die ausreichende Verbrennungsluftzuführung überprüft. Dieser Endbefund ist dem Gasversorger zu übermitteln.

Stichwort Abgasmessung:
Wussten Sie, dass bei Gasfeuerstätten mit einer Nennleistung ab 15 und bis 26 kW alle 5 Jahre eine Abgasmessung durchzuführen ist?
Bei Ölheizungen und Festbrennstoffheizungen bis 50 kW ist diese alle 2 Jahre durchzuführen. Wird dieser Verpflichtung nicht nachgekommen, kann es neben unnötigen Energiekosten und erhöhtem Sicherheitsrisiko zu einer Anzeige beim Magistrat der Stadt Wien und zu einer Verwaltungsstrafe kommen.
Tipp: Gut gewartete und eingestellte Feuerstätten dienen nicht nur Ihrer Sicherheit, sie brauchen auch bis zu 10% weniger Energie. Durch eine Abgasmessung lässt sich erkennen, ob die Feuerstätte durch Verschmutzung einen erhöhten Energieverbrauch hat. Abgasmessungen können von InstallateurInnen, RauchfangkehrerInnen, ServicetechnikerInnen der Gerätehersteller und ZiviltechnikerInnen durchgeführt werden, wenn sie von der Stadt Wien (MA 36) als „Abgasmessorgan“ nach einer Prüfung ernannt wurden.

Stichwort Regelung:
Wussten Sie, dass 1°C weniger Raumtemperatur ca. 6% Energieeinsparung bringt?
Tipp: Achten Sie darauf, dass alle Räume mit einer jeweils selbstständigen Regelung (z.B. Thermostatventile) versehen sind!
Eine Heizungsregelung mit Tages-, Wochen- und Ferienprogramm bringt nicht nur höchsten Komfort, sondern trägt auch zum Energiesparen bei.
Eine außentemperaturgeführte Vorlauftemperaturregelung ist optimal, wobei der Außenfühler an der Haus-Nordseite unbeeinflusst von der Sonnenstrahlung angebracht wird.
Lassen Sie bei einer außentemperaturgeführten Regelung die Heizkurve (Zusammenhang zwischen Außen- und Vorlauftemperatur) an die Gebäudesituation anpassen. Schlecht wärmegedämmte Häuser mit knapp dimensionierten Heizkörpern z.B. erfordern eine steilere Heizkurve als gut gedämmte mit reichlich dimensionierten Heizkörpern.

Stichwort Heizungspumpe:
Wussten Sie, dass die Heizungspumpe oft einer der größten Stromverbraucher ist?
Tipp: Heizungspumpen wurden aus falsch verstandenem Sicherheitsdenken oft zu groß dimensioniert. Bei mehrstufigen Pumpen reicht in Einfamilienhäusern in der Regel die kleinste Leistungsstufe. Damit können Einsparungen von bis zu 30% erreicht werden. Die energiesparendsten Pumpen sind elektronische, stufenlos geregelte Pumpen im Leistungsbereich von 5 bis 20 Watt, die Stromeinsparungen von bis zu 80% ermöglichen. Pumpen- und Kesselsteuerung müssen aufeinander abgestimmt werden. Die optimale Förderhöhe wird durch eine Rohrnetzberechnung ermittelt. Auch bei den Pumpen wird die Energieeffizienz anhand von Labels ausgewiesen. Fragen Sie den Installateur nach einer Pumpe mit dem Label A (höchste Effizienzklasse).

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